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Full text: Aus der Zeit des österreichischen Faustrechts 1440 - 1463

Das Land. 
I. Die Finanzlage Niederösterreichs beim Tode 
König Albrechts II.j 
Die Finanzverwaltung der österreichischen Stammlande (Öster¬ 
reich unter und ob der Enns) befand sich in den Jahren 1412 bis 
1436 in den Händen des Hubmeisters Berthold von Mangen,1) der 
sich den Dank und die Anerkennung seiner Zeitgenossen errungen 
hat. Er legte zuletzt über seine Amtsgebarung am 28. März 1436 
über das Amtsjahr Weihnachten 1434 bis ebendahin 1435 Rech¬ 
nung ab. Nach einer kurzen Amtsführung Oswald Oberndorffers 
übernahm Ulrich Eyczinger2) die Geschäfte damit, daß er alles, was 
er an «beraitschaft, silber und hausrett» in den Häusern seiner 
Vorgänger fand, an sich nahm und «kunig Albrecht wenig daran ge- 
vallen», d. h. teilnehmen ließ.3) Da er für die Zeit vom 20. März 1437 
bis zum 14. April 1440 verrechnete,4) fällt die Zusammenstellung 
der «nucz und gült auch rännt des fürstenthumb Österreich, die 
verrait sind worden 1438»5) in die erste Hälfte seiner Amtstätigkeit, 
während die Ausweise des Erträgnisses des herzoglichen Urbars 
:) Blätter des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich, 
Neue Folge XV, 277 ff. und ebenda XIX (Reiträge zur niederösterreichischen 
Wirtschafts- und Verwaltungsgeschichte). Inama-Sternegg, Deutsche Wirtschafts¬ 
geschichte III/l, 437, Beilage VII. 
2) Die Orthographie: Ey_czrnjrer findet sich fast in allen zeitgenössischen 
Quellen und auf einem der Siegel Ulrichs (Uhlirz in Q G St W. II/2, Index.) 
3) Notizenblatt der Wiener Akademie VII, 232. Ulrich Eitzinger 
gehörte dem österreichischen Herrenstande an. Bei Aufzählung der Mitglieder 
des österreichischen Hochadels nennt Aeneas Sylvius (Ann. Vind. ed. Kollar II, 14) 
als erste die comites Schauinburgenses et Magdeburgenses, dann opibus superare 
ereduntur: Valsenses (Wallseer), de Liechtenstein, de Buchaim; nec parvum 
liabent nomen Pottendorffii, Starheinbergenses, Ebersdorffii, Egkersau, Hohenbergii, 
Folkenstorffii et aliquamplures. Eizingeri, licet novissimi sint, potentia tarnen 
liodie et auctoritate inter primos habentur. In Oberösterreich gibt es mehrere 
Orte des Namens: Eitzing. 
4) Mat. z. öst. G., heraugegeben von Chmel, I/2, 91, Nr. 91. 
3) Ebenda I, 88 ff.
	        
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