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Full text: José Zorilla und sein "Don Juan Tenorio"

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Zus amm enf a 3 3 un n' . 
Uber zwei Jahrhunderte hat Don Juan die -eit durcu- 
wandert, bis er im Jahre 184 ). in das Land, seiner 'hit- 
stelung zurückkehrte. Vieler, hatle sich dort inzwischen 
geändert: die Zeit der Condottiari und Connistadores lag 
in fernster Vergangenheit. Um die Frau, die in "Bnrladnr" 
bloss eine irt Spielzeug war, hatte die Romantik eiien 
Glorienschein gebildet. in diesen' Uilieu entstand der 
"Don Juan Tenorio", ein Produkt seiner Zeit, auf dem jedoch 
die Vergant enheit- tiefe louren zuri-ckgelassen hat, wie das 
bei allen Schöpfungen Zorrillas der Fall ist, welche 
Sämtlich dem Stoff nach dem "ittaldter oder den immittelbar 
darauffolgenden Epochen und der Ausführung nach seiner Zeit 
angehbren. 
Treffend übersc reibt Valbuena Iss Kapitel, das er mit 
der Des xrech mg vcn Zorrillas heben und ' er^ken einleitet, 
''Ul Romanticlsmo nacional". Es ist nach die auffallendste 
onschaft der Werke, unseres Dichters, dass sie alle mit 
Ausnahme von zwei Dramen /"Sofronia","La copa de marfil"/ 
einheimische Stoffe zum Gegenstand haben. Meistens wühlt der 
Dichter int seinen Dramen einen grossen Spanier der Geschicchte 
oder eine folkloristiscue Gestalt als rotagonisten. In 
seiner Auffassung hat er sich schon um'einiges von der 
hochromantiscnen '.'ander eines Uartzenbusch, eines Duque de 
Rivas und eines Martinez de la Rosa entfeioit, wenn er sich 
auch nicht immer vom Element des "änderbaren freimachen kann. 
Diese Tendenz zum Mysteriösen lüsst sich grösstenteils auf 
die Beschäftigung mit seinen Legenden zurückführen, die er
	        
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